Qualitätskriterien für Patienteninformationsmaterialien und Beratung

Pionierprojekt

Qualitätskriterien für Patienteninformation und Beratung im Gesundheitswesen – gegenseitig informiert und orientiert entscheiden

Durch die Spezialisierung und die Fortschritte in der Behandlung von Krankheiten sind immer mehr Fachpersonen in die Abklärungs- und Behandlungskette eingebunden. Patientinnen und Patienten werden dadurch sequenziell oder parallel von verschiedenen medizinischen und anderen Fachpersonen behandelt, gepflegt und betreut. Krankheit und Kranksein greift mehr oder weniger stark in die Lebensbezüge der betroffenen Menschen ein, sodass grundlegende Aspekte der persönlichen Existenz bedroht sein können. Gute und verständliche Informationsmaterialien sind insbesondere bei komplexen und ungewissen Krankheitsverläufen für Patientinnen und Patienten eine Grundvoraussetzung, um informiert, reflektiert und orientiert die für ihr Leben notwendigen Anpassungsprozesse vollziehen zu können.

Dialog Ethik hat zusammen mit der Vereinigung der Schweizer Ärzteschaft «FMH» evidenzbasierte Qualitätskriterien für die Erstellung von Patienteninformationsmaterialien (PIM) entwickelt. Diese Qualitätskriterien wurden mit Orientierungs-, Gestaltungs-, und Entscheidungsfragen zu PIM+ erweitert und mit einem Leitfaden zur Schaffung von Beratungsinstrumenten und als Entscheidungshilfe für Fachpersonen ergänzt. Durch Fragen an Patientinnen und Patienten kann die jeweilige Fachperson ein besseres Verständnis für die Situation der Betroffenen entwickeln. Zudem erhalten auch die betroffenen Menschen die Möglichkeit, mit exemplarischen Fragen ihre Situation, ihre Gefühle, ihre Befürchtungen und ihre Ängste gründlicher zu reflektieren. Die PIM+ als evidenzbasierte Grundlagen für den Beratungs- und Entscheidungsprozess tragen wesentlich zum Aufbau des Vertrauensverhältnisses zwischen Patientinnen und Patienten und Fachpersonen bei und fördern die interprofessionelle Zusammenarbeit im Gesundheitswesen.

Die Qualitätskriterien mit der Entscheidungshilfe wurden entwickelt – auf der Seite der Stiftung Dialog Ethik – von Andrea Abraham, Ruth Baumann-Hölzle, Carmelo Di Stefano, Daniel Gregorowius, Hildegard Huber, Patrizia Kalbermatten-Casarotti und Mirjam Mezger mit Unterstützung von – auf der Seite der FMH – Esther Kraft, Jürg Nadig und Jürg Pfisterer.

 

Diesem Thema ist die Spezialausgabe Nr. 138 unserer Zeitschrift Thema im Fokus gewidmet.

In die­ser Spe­zi­al­aus­ga­be von The­ma im Fo­kus stellen wir das in Zu­sam­men­ar­beit der Schwei­ze­ri­schen Aka­de­mie für Qua­li­tät in der Me­di­zin (SAQM), der Ver­bin­dung der Schwei­zer Ärz­tin­nen und Ärz­te (FMH) und des In­sti­tuts für Ethik im Ge­sund­heits­we­sen der Stif­tung Dia­log Ethik ent­stan­de­ne Pi­lot­pro­jekt «Qua­li­täts­kri­te­ri­en für Pa­ti­en­ten­in­for­ma­ti­ons­ma­te­ri­a­li­en und Ent­schei­dungs­hil­fe am Bei­spiel des in­ter­pro­fes­si­o­nel­len, sek­to­ren­über­grei­fen­den Be­hand­lungs­pfads Ko­lo­rek­tal­kar­zi­nom» vor­. Diese Ausgabe enthält u. a. Beiträge von Dr. med. Chris­toph Boss­hard, Vi­ze-Prä­si­dent der FMH, Eri­ka Zil­te­ner, Prä­si­den­tin des Dach­ver­bands Schwei­ze­ri­scher Pa­ti­en­ten­stel­len, Dr. med. Ju­dit Pòk Lund­quist, Prof. Dr. An­ge­li­ka Ze­ge­lin und der Psy­cho­the­ra­peu­tin M. A. An­ni­na Hess-Ca­bal­zar.

Diese Spezialausgabe ist hier in unserem Webshop erhältlich ist.

Hier können Sie eine Leseprobe von dieser Ausgabe herunterladen.

 

Interprofessioneller und sektorenübergreifender Behandlungspfad Kolorektalkarzinom

Das in Zusammenarbeit mit der FMH durchgeführte Projekt der Stiftung Dialog zu den Qualitätskriterien für Patienteninformationen und die Entscheidungshilfe basiert auf dem Projekt zum interprofessionellen, sektorenübergreifenden Behandlungspfad Kolorektalkarzinom der FMH, in dessen Rahmen 20 Fachgesellschaften und Berufsgruppen Grundlagen für eine qualitativ hochwertige und nach evidenzbasierten Richtlinien ausgerichtete Versorgung für das Kolorektalkarzinom geschaffen haben.

Nähere Informationen zu diesem Projekt:

Dialog Ethik
FMH – Verbindung der Schweizer Ärztinnen und Ärzte

News

  • Positionspapier «Sozialethische Überlegungen zum Umgang mit Sterben und Tod»

    Positionspapier «Sozialethische Überlegungen zum Umgang mit Sterben und Tod»

    Sie kön­nen unser neues Po­si­tions­papier als PDF-Do­ku­ment in un­se­rem Shop be­stel­len. Be­achten Sie bitte auch das An­ge­bot für Organi­sa­tionen oder Ein­zel­per­sonen.
    mehr…
  • Ausgabe Nr. 148 der Ethikzeitschrift «Thema im Fokus»

    Ausgabe Nr. 148 der Ethikzeitschrift «Thema im Fokus»

    Dass in der hoch­spe­zi­a­li­si­er­ten Spit­zen­me­di­zin Macht­kämpfe to­ben, ist – zy­nisch ge­sagt – «Part of the game» und men­schli­chen Cha­rak­ter­ei­gen­schaf­ten wie Neid, Eifer­sucht oder Eitel­keit ge­schul­det. In die­ser TiF-Aus­gabe las­sen wir hoch­qua­li­fi­zier­te Men­schen zu Wort kom­men, die da­zu et­was zu sa­gen ha­ben.
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  • Unser Shop

    Unser Shop

    Besuchen Sie unseren Shop. Sie finden hier unsere Publi­kati­onen, Abon­ne­ments, Pati­en­ten­ver­fü­gun­gen, Stu­dien­be­richte, In­for­ma­tions­bro­schüren so­wie das «Per­sön­liche Vor­sorge­dossier» und den USB-Stick von Dialog Ethik.
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  • Engagieren Sie sich mit uns!

    Engagieren Sie sich mit uns!

    Wir vom Förder­verein Dialog Ethik engagieren uns für ein Ge­sundheits­wesen, das sich durch Ver­ant­wor­tung, Respekt und Ge­rechtig­keit aus­zeich­net. Und zwar da­durch, dass wir Dialog Ethik fi­nan­zi­ell und ide­ell unter­stüt­zen.
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Aktuell

Verschoben auf 2022
➞ Zweitägiger Kurs für Ärztinnen und Ärzte vom 21. / 22. Juni 2021

«Sterben und Tod»

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Das genaue Da­tum folgt spä­ter.

Dieser Kurs gilt als «approved by» Logo SIWF ISFM FMH ApprovedBy 4f AdobeRGB (8 Credits je Tag, ins­ge­samt max. 16 Cre­dits). Wei­te­re In­for­ma­ti­onen und das An­mel­de­for­mu­lar fin­den Sie hier.

 

 

Kurs­angebote 2021

Unsere nächs­ten Kurse und Ver­an­stal­tun­gen se­hen Sie hier.

Die aktuellen Kurs- und Seminar­flyer können Sie hier he­run­ter­laden.

 

 

Schutz­konzept für die Bildungs­an­gebote der Stiftung Dialog Ethik

dialog ethik

Sie können das Dokument hier ab­rufen.

 

 

Neues Buch

«Galileis Fernrohr und das Menschen-Bild»
(von Denise Battaglia)

Coverbild Galileis Fernrohr

Die neuen Bio­tech­no­lo­gi­en ha­ben tief­grei­fen­de Fra­gen zum Mensch­sein aus­ge­löst, wie die De­bat­ten um «unser» Men­schen­bild zei­gen. Wie wir mit mensch­li­chem Le­ben vor der Ge­burt oder mit Men­schen am Le­bens­ende um­ge­hen, be­rührt unser Selbst­ver­ständ­nis. Diese Di­lem­ma­ta ha­ben wir an die An­ge­wand­te Ethik de­le­gi­ert, die aber der an­thro­po­lo­gi­schen Fra­ge aus­weicht.

Die­ses Buch ver­sucht ent­lang der letz­ten 500 Jahre und ent­lang der wis­sen­schaft­li­chen Men­schen-Bil­der die Krise un­se­res heu­ti­gen Selbst­ver­ständ­nis­ses he­raus­zu­schä­len. Es zeigt sich, dass die wis­sen­schaft­liche An­thro­po­lo­gie seit Be­ginn von den Me­di­zi­nern be­stimmt und von der Technik ge­trie­ben wird – wie die An­ge­wandte Ethik heute.

Sie kön­nen das Buch in un­se­rem Shop be­stel­len.

 

 

General­ver­sammlung und Jahres­versand des Förder­vereins 2021

Wei­te­re In­for­ma­ti­o­nen da­rüber fin­den Sie hier.

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