TIF 101: Gewissenskonflikte

CHF 36.00 pro Stück

Beschreibung

Ausgabe 101 – Februar 2012

Angestellte im Gesundheits- und Sozialwesen haben eine Menge auszuhalten und anzunehmen: Den Anblick von körperlichem Zerfall, das Ringen von Sterbenden, den Kampf für das (Weiter)leben, den Schmerz und die Ängste der Angehörigen, die eigenen Ängste, die eigenen Grenzen, das Bedürfnis nach Abgrenzung und vieles mehr. Mit diesen Aspekten des Lebens konfrontiert zu sein, ist Teil des Berufes. Ethische Entscheidungsfindungsverfahren und Gespräche helfen, in schwierigen und leidvollen Situationen zu einer Entscheidung zu gelangen.

Doch nicht immer gelingt es den Einzelnen, diese Entscheidungen zu bejahen und mitzutragen. Gerade im Gesundheitswesen gerät das Personal immer wieder in die Lage, dass die Pflicht mit dem Gewissen nicht oder nur schwer zu vereinbaren ist. Es kann zu beträchtlichen inneren Konflikten führen, wenn ein hochbetagter und pflegebedürftiger Patient erneut eine Antibiotikatherapie zur Bekämpfung seiner Pneumonie erhält, obwohl er gegenüber den Pflegenden immer wieder den Wunsch zum Ausdruck gebracht hatte, endlich sterben zu dürfen. Oft stellen dann Pflegende ihre eigenen Überzeugungen in den Hintergrund, machen den Konflikt mit sich selbst aus, riskieren ihre Integrität und geraten früher oder später in massive Gewissenskonflikte und Überlastungssituationen, die in einem Burnout enden können.

In dieser Ausgabe fokussieren wir uns auf den persönlichen Aspekt des Gewissens. Denn Gewissensfragen verweisen immer auch auf die eigene Lebensführung. Sie verweisen auf Fragen wie: Ist das, was ich tue, richtig, kann ich mich damit identifizieren, und sehe ich einen Sinn in dem, was gemeinsam mit den Patientinnen und Patienten zu erleben und zu erleiden ist?

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Aktuell

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Kurse und Events

Trendtage Gesundheit Luzern

Trendtage Gesundheit Luzern 2020:

«Gesundheitsversorgung neu denken: Tanz zwischen Wunsch und Wirklichkeit»

Mittwoch, 25. März 2020, 13.00 bis 18.30 Uhr 
und
Donnerstag, 26. März 2020, 9.00 bis 16.00 Uhr
(Breakfast-Session ab 7.30 Uhr, Frühstücks­buffet ab 7.00 Uhr)

Wie kann der Trend zur Öko­no­mi­sie­rung für Pa­ti­en­ten, Leis­tungs­er­brin­ger, Fi­nan­zie­rer und In­dus­trie und wei­tere Ak­teu­re ge­recht ge­steu­ert wer­den? Wie kann man die Ver­ant­wor­tung auf ver­schie­de­ne Schul­tern sinn­voll ver­tei­len?

Diese und wei­te­re Fra­gen ste­hen an den «Trend­ta­gen Ge­sund­heit 2020» im Zen­trum.

Prof. Dr. med. Bern­hard Eg­ger, Mit­glied der Eid-Kom­mis­sion, wird am 26. März 2020 um 9.30 Uhr zum The­ma «STOPP: Ge­sund­heits­ver­sor­gung auf dem ge­fähr­li­chen Weg in die In­dus­tri­a­li­sie­rung und Kom­mer­zi­a­li­sie­rung» re­fe­ri­eren.

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Thema im Fokus

  • Die Di­gi­ta­li­sie­rung hat für Spi­tä­ler vie­le Vor­tei­le, weil mo­der­ne Kli­nik­in­for­ma­ti­ons­sys­teme eine ex­zel­len­te Ver­net­zung und Do­ku­men­ta­ti­on me­di­zi­ni­scher Da­ten er­mög­li­chen. Zu­gleich be­steht die Ge­fahr, dass Ärz­te und Pfle­gen­de vor lau­ter Da­ten den Pa­ti­en­ten / die Pa­ti­en­tin aus dem Fo­kus ver­lie­ren. Mit die­sen Fra­gen setzt sich die vor­lie­gen­de Ju­bi­läums­aus­ga­be des Ma­ga­zins «Thema im Fokus» aus­ei­nan­der.

     

    Die Zeitschrift Thema im Fokus rich­tet sich an Fach­per­so­nen aus dem Ge­sund­heits- und So­zial­we­sen und al­le an ethi­schen Fra­gen in un­se­rer Ge­sell­schaft In­te­res­sier­ten. Sie wid­met sich ethi­schen Fra­gen im Ge­sund­heits­we­sen und in der Zi­vil­ge­sell­schaft.

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Varia

beratung

Gruppenberatung zu Patientenverfügung und Vorsorgedokumenten (Termin I)

Dienstag, 24. März 2020
14.00 bis 16.30 Uhr
Stiftung Dialog Ethik
Schaffhauserstrasse 418
8050 Zürich

In un­se­rer Grup­pen­be­ra­tung mit ma­xi­mal 12 Teil­neh­men­den ver­mit­telt lic. phil. Pat­ri­zia Kal­ber­mat­ten-Ca­sa­rotti Ba­sis­wis­sen über Pa­ti­en­ten­ver­fü­gun­gen und Vor­sor­ge­do­ku­men­te und un­ter­stützt Sie bei de­ren Er­stel­lung. In der Grup­pe er­hal­ten Sie auch An­re­gun­gen durch die An­lie­gen der an­de­ren Teil­neh­men­den.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Eine An­mel­dung ist ob­li­ga­to­risch. Bitte sen­den Sie eine E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder rufen Sie uns an (Tel. +41 44 252 42 01).

 

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