TIF 5: Die Gentechnologie und der Stachel der Ambivalenz (inkl. Buch «Gutes Leben – gutes Sterben»)

TiF5 AUSZUG
CHF 36.00 pro Stück

Beschreibung

Die Ver­spre­chen hät­ten grös­ser nicht sein kön­nen, als am 26. Juni 2000 Ver­tre­ter der «Human Genom Or­ga­ni­za­tion (HUGO)» und der Pri­vat­fir­ma Ce­le­ra Ge­no­mics zu­sam­men mit Po­li­ti­kern vor die Öf­fent­lich­keit tra­ten, um zu ver­kün­den, dass der ge­ne­ti­sche «Bau­plan» des Men­schen ent­schlüs­selt wor­den sei. Laut Craig Venter, dem wis­sen­schaft­li­chen Lei­ter von Ce­le­ra Ge­no­mics, be­ste­he «zu­min­dest die Mög­lich­keit, dass die An­zahl von Krebs­to­ten noch zu un­se­ren Leb­zei­ten auf Null re­du­ziert wer­de.» Der Di­rek­tor des HUGO-Pro­gramms, Francis Col­lins, sieht einer ähn­lich ver­heis­sungs­vol­len Zu­kunft für die Mensch­heit ent­ge­gen: Im Jahr 2040, so ver­kün­de­te er in einem In­ter­view, sol­len für die meis­ten Krank­hei­ten ge­ne­ti­sche Be­hand­lungs­mög­lich­kei­ten be­ste­hen und die durch­schnitt­li­che Le­bens­er­war­tung soll auf 90 Jahre ge­klet­tert sein. HUGO ist ein gi­gan­ti­sches in­ter­na­ti­o­na­les Pro­jekt, das zum Ziel hat, das Ge­nom des Men­schen voll­stän­dig auf­zu­zeich­nen.

Die neuen Kennt­nis­se über das mensch­li­che Ge­nom sind Er­geb­nis­se der Grund­la­gen­for­schung. Als em­pi­ri­sche Be­schrei­bun­gen des mensch­li­chen Ge­noms ma­chen sie keine nor­ma­ti­ven Aus­sa­gen und ent­spre­chend sind sie mo­ra­lisch ge­se­hen wert­neu­tral. Ihre mo­ra­li­sche Bri­sanz er­hal­ten sie erst durch die da­raus er­wach­sen­den An­wen­dungs­mög­lich­kei­ten und ihren Ein­fluss auf das Men­schen­bild. Mit dem neuen For­schungs­stand zum men­schli­chen Ge­nom sind die Grund­la­gen für weit­rei­chen­de ge­ne­ti­sche Di­a­gno­se-, The­ra­pie- und Ma­ni­pu­la­ti­ons­mög­lich­kei­ten am Men­schen ge­legt wor­den.

Ein Exemplar des Buches «Gutes Leben – gutes Sterben» von Denise Battaglia und Ruth Baumann-Hölzle (Hrsg.) im Wert von CHF 34.– ist gratis inbegriffen.

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Aktuell

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Kurse und Events

Jubiläums-Ethik-Foren-Treffen 2019

«Von der Information zum Dialog – mehr­di­men­si­o­na­le Kom­mu­ni­ka­ti­on in Spital und Heim»

Donners­tag, 28. No­vem­ber 2019
13.30 bis 17.00 Uhr (mit Apéro)
Kinder­spital Zürich

Das Jubiläums-Ethik-Foren-Treffen am Kinder­spital Zürich zu «20 Jahre Dialog Ethik» be­schäftigt sich mit den ver­schie­de­nen Fa­cet­ten des Ver­hält­nis­ses von In­for­ma­ti­on und Dialog in Spital und Heim.

Das Ethik-Foren-Treffen rich­tet sich an alle in Or­ga­ni­sa­ti­o­nen des Ge­sund­heits­we­sens tä­ti­gen Fach­per­so­nen.

Wei­te­re In­for­ma­ti­o­nen fin­den Sie auf dieser Seite und diesem Flyer.

Anmeldung
Bitte sen­den Sie eine E-Mail an info@dialog-ethik.ch.

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Unsere nächs­ten Ver­an­stal­tun­gen und Kurse se­hen Sie hier.

 

Thema im Fokus

  • Wegen des Vor­schlags der eid­ge­nös­si­schen Volks­ini­ti­a­ti­ve «Or­gan­spen­de för­dern – Le­ben ret­ten» der Jeu­ne Chamb­re In­ter­na­ti­o­nale (JCI) für eine Ge­set­zes­än­de­rung ist die De­bat­te um die ge­setz­li­chen Richt­li­ni­en der Trans­plan­ta­ti­ons­me­di­zin, ge­nau­er der Or­gan­spen­de, wie­der ak­tu­ell. Ge­mäss der Ini­ti­a­ti­ve wür­den al­le Er­wach­se­nen, die die me­di­zi­ni­schen Kri­te­ri­en er­fül­len, zu Or­gan­spen­dern, wenn sie dem nicht zu Leb­zei­ten wi­der­spro­chen ha­ben.

     

    Die Zeitschrift Thema im Fokus rich­tet sich an Fach­per­so­nen aus dem Ge­sund­heits- und So­zial­we­sen und al­le an ethi­schen Fra­gen in un­se­rer Ge­sell­schaft In­te­res­sier­ten. Sie wid­met sich ethi­schen Fra­gen im Ge­sund­heits­we­sen und in der Zi­vil­ge­sell­schaft.

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Varia

Samstagsseminar 2019

«Mitten­drin, nicht nur dabei» (Theo­logisch-philo­sophische Über­legungen zu Würde und Empathie in Medizin und Pflege)

In wel­chem Ver­hält­nis ste­hen Men­schen­wür­de und Em­pa­thie? Und kann es sein, dass Wür­de nicht nur ein ethisch-phi­lo­so­phisch be­grün­de­tes Men­schen­recht ist, son­dern ein neu­ro­bio­lo­gisch ver­an­ker­ter in­ne­rer Kom­pass, der uns in die La­ge ver­setzt, uns als so­zi­a­le We­sen wahr­zu­neh­men, die durch Em­pa­thie und Mit­ge­fühl mit an­de­ren Ge­schöp­fen ver­bun­den sind?

Die­se und wei­tere Fra­gen wer­den an fünf Sams­ta­gen be­han­delt:

  • 26. Oktober 2019
  • 9., 23. und 30. November 2019
  • 14. Dezember 2019

Die­ses Se­mi­nar wird von Dr. theol. Claudia Mehl ge­lei­tet. Es ist für alle In­te­res­si­er­ten of­fen.

Wei­te­re In­for­ma­ti­o­nen und das An­mel­de­for­mu­lar fin­den Sie hier und auf dem Se­mi­nar­flyer.

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