TIF 86: Kostenkontrolle im Gesundheitswesen

CHF 36.00

TIF 86: Kostenkontrolle im Gesundheitswesen

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Seit über 40 Jahren sind die Kosten des Gesundheitswesens Thema der politischen Debatte in der Schweiz, wie der Gesundheitsökonom Gerhard Kocher jüngst in seinem Beitrag im Handbuch Ethik im Gesundheitswesen (Band 4) ausführte. Erstaunlicherweise hat sich das Grundmuster der Argumentationen im Zeitverlauf kaum geändert und auch der ethische Gesichtspunkt wurde oft als Partei im Streit dargestellt – als Polarität Ethik versus Sparen. Auch die Idee der Kostenkontrolle im Gesundheitswesen wurde zwar immer im Verweis auf grosse Steuerungsideen (z.B. Markt vs. Staat) aufgegriffen – doch das faktische Resultat war meist ein Sammelsurium von «Kleinstvorschlägen» in einem immer unübersichtlicher werdenden System. Inzwischen ist das Gesundheitswesen zu einem derart mächtigen Faktor der Volkswirtschaft geworden (immerhin werden deutlich über 10% des Bruttoinlandprodukts dafür aufgewendet), dass ernsthaft gefragt werden muss, inwieweit man es überhaupt mit einem System zu tun hat, das sich einheitlich steuern lässt.

Dennoch ist augenfällig, dass sich auch im Gesundheitswesen die Frage der Knappheit stellt: Wie viel Geld will der Einzelne oder der Staat dafür ausgeben, wenn doch auch andere Bereiche wie Bildung, soziale Sicherheit oder Infrastruktur nach Geld hungern? Diese Ausgabe des «Thema im Fokus» geht dieser Frage nach, indem ein Überblick über die aktuelle Kostendebatte in der Schweiz gegeben wird und der ethische Rahmen einer Kostenkontrolle abgesteckt wird. BAG-Vizepräsident Peter Indra nimmt zudem in einem Interview Stellung zur Frage, welche Ansatzpunkte für eine Steuerung der Kosten im Gesundheitswesen sinnvoll sind.

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