TIF 134: Unsterblich werden – der Traum von der Selbstoptimierung des Menschen

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Beschreibung

Ausgabe 134 – Dezember 2017

Unter anderem, weil sie den Glau­ben an die Schaf­fung einer bes­se­ren Ge­sell­schaft ver­lo­ren zu ha­ben schei­nen und sich mit dem ge­sell­schaft­li­chen Status quo ab­ge­fun­den ha­ben, kon­zent­rie­ren sich heu­te vie­le Men­schen auf ihr ei­ge­nes Le­ben und sind be­strebt, ihre Leis­tungs­fähig­keit und Ef­fi­zienz zu ver­bes­sern. Dies ge­schieht an­ge­sichts eines ge­stie­ge­nen Kon­kur­renz­drucks in Wirt­schaft und Ge­sell­schaft oft auch nicht ganz frei­wil­lig.

Sich stän­dig ver­bes­sern zu wol­len, im Beruf, hin­sicht­lich Ge­sund­heit und Leis­tungs­fä­hig­keit, einer ef­fi­zien­ten Frei­zeit­ge­stal­tung, der Auf­gaben in der Fa­mi­lie usw., er­zeugt aber auch see­li­schen Druck auf die In­di­vi­duen. Und die da­mit ver­bun­de­ne star­ke Zu­wen­dung zum eige­nen Ich führt oft zu Ver­ein­sa­mung. Es leiden die Fä­hig­keit und die Mus­se, zur Aus­sen­welt er­fül­len­de Be­zie­hun­gen ein­zu­ge­hen – zu den Mit­men­schen, zur Na­tur, Ar­beit, Um­welt, Kunst, zu eige­nen geis­tigen Be­tä­ti­gun­gen – und von dieser auch Re­so­nanz zu er­hal­ten.

Es er­scheint be­mer­kens­wert, dass die ver­schie­de­nen Wis­sens­dis­zip­linen Theo­lo­gie, Psy­cho­lo­gie und So­zio­lo­gie in ihrer Ei­n­schät­zung der Selbst­op­ti­mie­rungs­be­mü­hun­gen weit­ge­hend über­ein­stim­men. Im Kon­t­rast zu ihrer Kri­tik da­ran scheint auch all das auf, was das Le­ben le­bens­wert macht. Dieses The­ma im Fo­kus wird da­mit un­ver­hofft auch zu einer Weih­nachts­aus­ga­be, in­dem es eben­so Ant­wort gibt auf die Fra­ge: Wo­rauf kommt es an, um ein glück­li­ches, er­füll­tes Le­ben füh­ren zu kön­nen?

Es wer­den heut­zu­ta­ge zur Er­hö­hung der mensch­li­chen Leis­tung auch tech­ni­sche Mit­tel ein­ge­setzt: bio­che­mi­sche, ge­ne­ti­sche, tech­no­lo­gi­sche. Letz­te­re im­plan­tiert man, z. B. als In­for­ma­tions­tech­no­lo­gie, in den mensch­li­chen Kör­per, wo­durch We­sen ent­ste­hen mit Fä­hig­kei­ten, die die eines nor­ma­len Men­schen bei wei­tem über­stei­gen. In um­ge­kehr­ter Blick­rich­tung er­scheint der nor­ma­le Mensch so als de­fi­zi­tär und die Schöp­fung als ver­bes­se­rungs­be­dürf­tig – ein Stand­punkt, der tat­säch­lich ver­tre­ten wird.

Auch bei der Di­gi­ta­li­sie­rung, die un­se­re Zu­kunft be­stim­men soll, geht es darum, mit­hil­fe von Tech­no­lo­gie die mensch­liche Leis­tungs­fähig­keit zu ver­bes­sern. Da­bei stellt sich die Fra­ge: Zu wel­chem Nut­zen? Zur Leis­tungs- und Pro­fit­stei­ge­rung oder zu­guns­ten mensch­li­cher Wer­te wie z. B. Zu­frieden­heit, Freund­schaft, Wis­sen?

Die hier an­ge­spro­che­nen und vie­le wei­te­re Fra­gen wer­den in die­sem Thema im Fokus er­ör­tert. Wir wün­schen Ihnen eine an­re­gen­de Lek­tü­re.

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Kurse und Events

Seminarreihe am Samstag:

«Die Besichtigung der Liebe – ein kritischer Reisebericht»

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Literatur und Philosophie 2021

Das Thema der nächs­ten Se­mi­nar­reihe am Samstag lau­tet: «Die Be­sich­ti­gung der Lie­be – ein kri­ti­scher Rei­se­be­richt». Sie wird von Prof. Dr. Jean-Pierre Wils ge­lei­tet und an fol­gen­den Sams­ta­gen von 9.30 bis 15.30 Uhr statt­fin­den: 20. Fe­bru­ar, 24. April, 26. Juni, 25. Sep­tem­ber und 27. No­vem­ber 2021. Das Sams­tags­se­mi­nar ist nur als Gan­zes buch­bar. Wei­te­re In­for­ma­ti­o­nen und das An­mel­de­for­mu­lar fin­den Sie auf die­sem Flyer (aus­füll­ba­re PDF-Da­tei) und dieser Web­site.

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  • Sui­zid und Bei­hil­fe zum Sui­zid im Span­nungs­feld von Recht, Ge­sell­schaft, Me­di­zin und Ethik – um diese The­men geht es in der dieser Aus­gabe des Ma­ga­zins «Thema im Fokus», das wir Ihnen herz­lich zur Lek­türe emp­feh­len.

    Eine Lese­probe und wei­tere In­for­ma­ti­o­nen fin­den Sie hier.

    Thema der nächsten Aus­ga­be
    (Nr. 147, 15. März 2021):
    «Verfahren zur Zulassung von Medikamenten und Impfstoffen»

    Neues Positionspapier

    Positionspapier Sterbehilfe Cover Rahmen small

    Sozialethische Überlegungen zum Umgang mit Sterben und Tod
    Acht Thesen und Forderungen für den Umgang mit Suizid und Suizid­beihilfe
    von Stiftung Dialog Ethik (Hrsg.)

    Dia­log Ethik setzt sich mit die­sem neuen Posi­tions­pa­pier für eine hu­ma­ne Ster­be­kul­tur im Sin­ne von pro­fes­sio­nel­ler Pal­lia­tive Care ein. Fo­kus­siert wird da­rin schwer­punkt­mäs­sig auf den ge­sell­schaft­li­chen Um­gang mit der Sui­zid­bei­hilfe aus einer so­zi­al­ethi­schen Per­spek­ti­ve. Es wird auch der Frage nach­ge­gan­gen, ob es Ge­fäng­nis­in­sas­sen mög­lich sein soll, mit Sui­zid­bei­hilfe aus dem Le­ben zu schei­den.

    Sie kön­nen das neue Po­si­tions­pa­pier als PDF-Do­ku­ment in un­se­rem Web­shop be­stel­len.

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    Die aus­füll­ba­re, in­ter­ak­ti­ve Lis­te aller Pu­bli­ka­ti­o­nen von Dia­log Ethik kön­nen Sie hier he­run­ter­la­den. Diese Liste fin­den Sie auch in un­se­rem Webshop.

     

    Die Zeitschrift Thema im Fokus rich­tet sich an Fach­per­so­nen aus dem Ge­sund­heits- und So­zial­we­sen und al­le an ethi­schen Fra­gen in un­se­rer Ge­sell­schaft In­te­res­sier­ten. Sie wid­met sich ethi­schen Fra­gen im Ge­sund­heits­we­sen und in der Zi­vil­ge­sell­schaft.

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Corona-Situation

Medien­mit­teilung vom 9.12.2020

pdf Gemeinsame Medien­mit­teilung des Ambulatoriums Aarau (Klinik Schützen Rhein­felden) und der Stiftung Dialog Ethik zum «Aktions­tag Psychische Gesund­heit in der Schweiz» (249 KB)

BAG Logo PSY Wohlbefinden rgb d 

Medien­mit­teilung vom 10.11.2020

Inclusion Handicap

«Men­schen mit Be­hin­de­run­gen aus in­ten­siv­me­di­zi­ni­schen Be­hand­lun­gen aus­ge­schlos­sen»

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Voir le communiqué de presse en français.

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