TIF 106: Über das gute Leben und das gute Sterben

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CHF 36.00 pro Stück

Beschreibung

Nichts ist so si­cher wie der Tod, sagt der Volks­mund. Wir wis­sen, dass wir ster­ben müs­sen. Wir wis­sen nur nicht wann. Vor ein paar Jahr­zehn­ten noch war der Tod im Le­ben ein­ge­bet­tet: Ver­stor­b­ene wur­den zum Bei­spiel in der Woh­nung auf­ge­bahrt und von den Trau­ern­den nicht nur be­weint, son­dern auch be­trach­tet, be­rührt und ge­küsst. Heu­te fin­det das Ster­ben und der Tod meist aus­ser­halb der ge­wohn­ten Um­ge­bung statt: Zum Ster­ben geht man ins Al­ters- und Pfle­ge­heim, ins Hos­piz oder ins Spi­tal. Und dies, ob­wohl sich die meis­ten Men­schen wün­schen, zu Hau­se ster­ben zu kön­nen.

Der Tod ist in un­se­rer Ge­sell­schaft ein Ta­bu. Das hän­ge un­ter an­de­rem mit der grund­sätz­li­chen Angst vor der Aus­lö­schung des eige­nen Ichs beim Ster­ben zu­sam­men, kons­ta­tiert Pal­lia­tiv­me­di­zi­ner Gian Do­me­ni­co Bo­ra­sio in sei­nem Buch «Über das Ster­ben». Da­bei wä­re die Vor­be­rei­tung auf das Ster­ben die bes­te Vor­be­rei­tung für das Le­ben. Der Ge­dan­ke an den Tod kann exis­ten­ziel­le Fra­gen pro­vo­zie­ren, zum Bei­spiel die Fra­ge, wie wir le­ben sol­len. Wer sich nicht mit dem eige­nen Tod kon­fron­tiert, gibt wo­mög­lich nicht nur das eige­ne En­de aus der Hand, son­dern auch sein eige­nes Le­ben. Wie sehr das gu­te Le­ben und das gu­te Ster­ben mit­ein­an­der ver­knüpft sind, be­stä­ti­gen nicht nur Pal­lia­tiv­pfle­gen­de und -me­di­zi­ner, Ster­ben­de selbst wün­schen sich am Le­bens­en­de oft, sie hät­ten an­ders ge­lebt (sie­he Schwer­punkt).

Die­se Aus­ga­be des The­ma im Fo­kus be­trach­tet das Leben vom En­de her. Wir ge­hen der Fra­ge nach, wa­rum wir uns vor dem Tod fürch­ten und wie das gu­te Le­ben und das gu­te Ster­ben mit­ein­an­der ver­wo­ben sind. Wir ha­ben zum Bei­spiel mit einem Pal­lia­tiv­me­di­zi­ner über das Ster­ben ge­spro­chen. Das Ziel von Pal­lia­ti­ve Care sei, die End­lich­keit und den ge­sun­den Men­schen­ver­stand wie­der in die Me­di­zin ein­zu­füh­ren, sagt Stef­fen Eych­mül­ler.

Was sind für Sie, lie­be Le­se­rin, lie­ber Le­ser, die Be­din­gun­gen eines gu­ten Le­bens und gu­ten Ster­bens? Die­se Fra­ge ha­ben wir einer In­ten­siv­pfle­ge­fach­frau, einer Kin­der­ärz­tin, einem Chi­rur­gen, einer Seel­sor­ge­rin, einem Me­di­zin­ethi­ker, einer Clow­ne­rin, einem Film­re­gis­seur, Schrift­stel­lern und Po­li­ti­kern ge­stellt. Iso Ca­mar­tin zum Bei­spiel stellt sich den Tod «in den Ar­men von The­re­se» schön vor. Gar­di Hut­ter hat das fröh­li­che Lei­chen­mahl ihres Va­ters be­ein­druckt, zu dem er selbst ein­ge­la­den hat­te und quick­le­ben­dig da­bei war. Le­sen Sie die Bei­trä­ge ab Sei­te 14.

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Kurse und Events

Jubiläums-Ethik-Foren-Treffen 2019

«Von der Information zum Dialog – mehr­di­men­si­o­na­le Kom­mu­ni­ka­ti­on in Spital und Heim»

Donners­tag, 28. No­vem­ber 2019
13.30 bis 17.00 Uhr (mit Apéro)
Kinder­spital Zürich

Das Jubiläums-Ethik-Foren-Treffen am Kinder­spital Zürich zu «20 Jahre Dialog Ethik» be­schäftigt sich mit den ver­schie­de­nen Fa­cet­ten des Ver­hält­nis­ses von In­for­ma­ti­on und Dialog in Spital und Heim.

Das Ethik-Foren-Treffen rich­tet sich an alle in Or­ga­ni­sa­ti­o­nen des Ge­sund­heits­we­sens tä­ti­gen Fach­per­so­nen.

Wei­te­re In­for­ma­ti­o­nen fin­den Sie auf dieser Seite und diesem Flyer.

Anmeldung
Bitte sen­den Sie eine E-Mail an info@dialog-ethik.ch.

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Unsere nächs­ten Ver­an­stal­tun­gen und Kurse se­hen Sie hier.

 

Thema im Fokus

  • Wegen des Vor­schlags der eid­ge­nös­si­schen Volks­ini­ti­a­ti­ve «Or­gan­spen­de för­dern – Le­ben ret­ten» der Jeu­ne Chamb­re In­ter­na­ti­o­nale (JCI) für eine Ge­set­zes­än­de­rung ist die De­bat­te um die ge­setz­li­chen Richt­li­ni­en der Trans­plan­ta­ti­ons­me­di­zin, ge­nau­er der Or­gan­spen­de, wie­der ak­tu­ell. Ge­mäss der Ini­ti­a­ti­ve wür­den al­le Er­wach­se­nen, die die me­di­zi­ni­schen Kri­te­ri­en er­fül­len, zu Or­gan­spen­dern, wenn sie dem nicht zu Leb­zei­ten wi­der­spro­chen ha­ben.

     

    Die Zeitschrift Thema im Fokus rich­tet sich an Fach­per­so­nen aus dem Ge­sund­heits- und So­zial­we­sen und al­le an ethi­schen Fra­gen in un­se­rer Ge­sell­schaft In­te­res­sier­ten. Sie wid­met sich ethi­schen Fra­gen im Ge­sund­heits­we­sen und in der Zi­vil­ge­sell­schaft.

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Varia

Samstagsseminar 2019

«Mitten­drin, nicht nur dabei» (Theo­logisch-philo­sophische Über­legungen zu Würde und Empathie in Medizin und Pflege)

In wel­chem Ver­hält­nis ste­hen Men­schen­wür­de und Em­pa­thie? Und kann es sein, dass Wür­de nicht nur ein ethisch-phi­lo­so­phisch be­grün­de­tes Men­schen­recht ist, son­dern ein neu­ro­bio­lo­gisch ver­an­ker­ter in­ne­rer Kom­pass, der uns in die La­ge ver­setzt, uns als so­zi­a­le We­sen wahr­zu­neh­men, die durch Em­pa­thie und Mit­ge­fühl mit an­de­ren Ge­schöp­fen ver­bun­den sind?

Die­se und wei­tere Fra­gen wer­den an fünf Sams­ta­gen be­han­delt:

  • 26. Oktober 2019
  • 9., 23. und 30. November 2019
  • 14. Dezember 2019

Die­ses Se­mi­nar wird von Dr. theol. Claudia Mehl ge­lei­tet. Es ist für alle In­te­res­si­er­ten of­fen.

Wei­te­re In­for­ma­ti­o­nen und das An­mel­de­for­mu­lar fin­den Sie hier und auf dem Se­mi­nar­flyer.

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