TIF 106: Über das gute Leben und das gute Sterben

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Beschreibung

Ausgabe 106 – Dezember 2012

Nichts ist so si­cher wie der Tod, sagt der Volks­mund. Wir wis­sen, dass wir ster­ben müs­sen. Wir wis­sen nur nicht wann. Vor ein paar Jahr­zehn­ten noch war der Tod im Le­ben ein­ge­bet­tet: Ver­stor­b­ene wur­den zum Bei­spiel in der Woh­nung auf­ge­bahrt und von den Trau­ern­den nicht nur be­weint, son­dern auch be­trach­tet, be­rührt und ge­küsst. Heu­te fin­det das Ster­ben und der Tod meist aus­ser­halb der ge­wohn­ten Um­ge­bung statt: Zum Ster­ben geht man ins Al­ters- und Pfle­ge­heim, ins Hos­piz oder ins Spi­tal. Und dies, ob­wohl sich die meis­ten Men­schen wün­schen, zu Hau­se ster­ben zu kön­nen.

Der Tod ist in un­se­rer Ge­sell­schaft ein Ta­bu. Das hän­ge un­ter an­de­rem mit der grund­sätz­li­chen Angst vor der Aus­lö­schung des eige­nen Ichs beim Ster­ben zu­sam­men, kons­ta­tiert Pal­lia­tiv­me­di­zi­ner Gian Do­me­ni­co Bo­ra­sio in sei­nem Buch «Über das Ster­ben». Da­bei wä­re die Vor­be­rei­tung auf das Ster­ben die bes­te Vor­be­rei­tung für das Le­ben. Der Ge­dan­ke an den Tod kann exis­ten­ziel­le Fra­gen pro­vo­zie­ren, zum Bei­spiel die Fra­ge, wie wir le­ben sol­len. Wer sich nicht mit dem eige­nen Tod kon­fron­tiert, gibt wo­mög­lich nicht nur das eige­ne En­de aus der Hand, son­dern auch sein eige­nes Le­ben. Wie sehr das gu­te Le­ben und das gu­te Ster­ben mit­ein­an­der ver­knüpft sind, be­stä­ti­gen nicht nur Pal­lia­tiv­pfle­gen­de und -me­di­zi­ner, Ster­ben­de selbst wün­schen sich am Le­bens­en­de oft, sie hät­ten an­ders ge­lebt (sie­he Schwer­punkt).

Die­se Aus­ga­be des The­ma im Fo­kus be­trach­tet das Leben vom En­de her. Wir ge­hen der Fra­ge nach, wa­rum wir uns vor dem Tod fürch­ten und wie das gu­te Le­ben und das gu­te Ster­ben mit­ein­an­der ver­wo­ben sind. Wir ha­ben zum Bei­spiel mit einem Pal­lia­tiv­me­di­zi­ner über das Ster­ben ge­spro­chen. Das Ziel von Pal­lia­ti­ve Care sei, die End­lich­keit und den ge­sun­den Men­schen­ver­stand wie­der in die Me­di­zin ein­zu­füh­ren, sagt Stef­fen Eych­mül­ler.

Was sind für Sie, lie­be Le­se­rin, lie­ber Le­ser, die Be­din­gun­gen eines gu­ten Le­bens und gu­ten Ster­bens? Die­se Fra­ge ha­ben wir einer In­ten­siv­pfle­ge­fach­frau, einer Kin­der­ärz­tin, einem Chi­rur­gen, einer Seel­sor­ge­rin, einem Me­di­zin­ethi­ker, einer Clow­ne­rin, einem Film­re­gis­seur, Schrift­stel­lern und Po­li­ti­kern ge­stellt. Iso Ca­mar­tin zum Bei­spiel stellt sich den Tod «in den Ar­men von The­re­se» schön vor. Gar­di Hut­ter hat das fröh­li­che Lei­chen­mahl ihres Va­ters be­ein­druckt, zu dem er selbst ein­ge­la­den hat­te und quick­le­ben­dig da­bei war. Le­sen Sie die Bei­trä­ge ab Sei­te 14.

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  • Das Corona­virus/COVID-19 stellt in erster Linie das Ge­sund­heits­wesen vor im­men­se He­raus­for­de­run­gen. Das Ver­trauen in die Me­di­zin, in die For­schung, in das Ge­sund­heits­wesen ist gross. Prof. Dr. Mat­thias Mit­ter­lech­ner von der Uni­ver­si­tät St. Gallen sagt in einem In­ter­view, das Schwei­zer Ge­sund­heits­wesen zähle welt­weit zu den bes­ten. Gleich­zei­tig ste­he es aber auch vor einem Um­bruch. Die Ge­sund­heits­land­schaft der Zu­kunft müs­se der so­zio­demo­gra­fi­schen Ent­wick­lung der Be­völ­ke­rung und den da­mit ver­bun­de­nen Krank­heits­bil­dern ge­recht wer­den.

    Wie das aus­se­hen kann, zeigt ein Blick in die Ferien- und Ge­sund­heits­re­gion Un­ter­en­ga­din. Dort ar­bei­ten seit 13 Jah­ren wich­ti­ge Part­ner im Ge­sund­heits­we­sen unter dem Dach des «Ge­sund­heits­zen­trums Unterengadin» er­folg­reich zu­sam­men. Ein Mo­dell mit Vor­bild­cha­rak­ter.

     

    Die Zeitschrift Thema im Fokus rich­tet sich an Fach­per­so­nen aus dem Ge­sund­heits- und So­zial­we­sen und al­le an ethi­schen Fra­gen in un­se­rer Ge­sell­schaft In­te­res­sier­ten. Sie wid­met sich ethi­schen Fra­gen im Ge­sund­heits­we­sen und in der Zi­vil­ge­sell­schaft.

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