TIF 121: Der Eid (Auf dem Weg zu einem neuen Eid für Ärztinnen und Ärzte)

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Beschreibung

Das Ge­sund­heits­we­sen ist ein Un­ruhe­herd. In nahe­zu al­len euro­päi­schen Län­dern ist das der Fall. Die po­li­ti­schen In­ter­ven­tio­nen sind kaum noch zu zä­hlen und un­ter­schied­lichs­ter Na­tur. Ge­wal­ti­ge Geld­sum­men wer­den in den ver­schie­de­nen Insti­tu­tio­nen des Ge­sund­heits­we­sens um­ge­setzt, wes­halb in den Kri­sen­län­dern der euro­päi­schen Union eben­so ge­wal­ti­ge Eins­pa­run­gen statt­ge­fun­den ha­ben und im­mer noch statt­fin­den. Aber ge­nau jene Geld­sum­men wecken wie­der­um Be­gehr­lich­kei­ten, die ih­rer­seits Ver­tei­lungs­kämp­fe ent­ste­hen las­sen. Me­di­zi­ni­sche Ent­wick­lun­gen – durch Wis­sen­schaft und Tech­no­lo­gie be­feu­ert – stos­sen in Grenz­be­rei­che vor, wel­che die Fra­ge ent­ste­hen las­sen, ob wir noch mit gu­tem Ge­wis­sen von «Fort­schritt» spre­chen dür­fen, be­reits mo­ra­li­sche Grau­zo­nen be­tre­ten ha­ben oder die­se gar über­schrit­ten ha­ben. Im­mer lau­ter und im­mer öf­ter ver­nom­men wird der Weck­ruf, eine Öko­no­mi­sie­rung des Ge­sund­heits­we­sens sei da­bei, die Tä­tig­keit von Ärz­tin­nen und Ärz­ten sol­cher­mas­sen zu be­stim­men, dass Be­rufs­bild und Be­rufs­ethos zu­neh­mend in Be­dräng­nis ge­ra­ten.

Die Gren­zen zwi­schen öko­no­misch mo­ti­vier­tem und ärzt­lich mo­ti­vier­tem Han­deln ver­schwim­men. Schau­en wir auf die in­ter­na­tio­na­len De­bat­ten, lässt sich der Ruf nach einem neuen Eid für Ärz­tin­nen und Ärz­te ver­neh­men. Da­bei fällt al­ler­dings auf, dass ein sol­cher Eid ent­we­der gar nicht vor­ge­legt wird oder Ab­strak­tio­nen ver­haf­tet bleibt.

Eine Kom­mis­sion, be­ste­hend aus fünf Per­so­nen aus ver­schie­denen Fach­be­rei­chen und mit un­ter­schied­li­chen Hin­ter­grün­den, hat im Lau­fe des letz­ten Jah­res einen neuen Eid er­ar­bei­tet und legt ihn in dieser Pub­li­ka­tion zur Dis­kus­sion in den Fach­ge­sell­schaf­ten, aber auch in an­de­ren Insti­tu­tio­nen des Ge­sund­heits­we­sens vor.

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Kurse und Events

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Samstagsseminar «Literatur und Philosophie 2020»

«Ein ‹anderes Leben›. Aber ‹welches›?»

Prof. Dr. Jean-Pierre Wils lei­tet die­ses Se­mi­nar, das 2020 an fünf Sams­ta­gen jeweils von 9.30 bis 15.30 Uhr statt­fin­det. Fol­gen­de The­men werden be­han­delt:

  1. 22. Februar 2020: «Das Zeit­alter des Immer-Mehr und seine Grenzen»
  2. 25. April 2020: «Wir sind uns nicht genug. Auf dem Weg zur neuen Gattung»
  3. 20. Juni 2020: «Signale des Ab­bruchs und des Auf­bruchs»
  4. 26. September 2020: «Alles ist möglich, einiges ist nötig»
  5. 21. November 2020: «Menschen mit Zukunfts­be­rechtigung»

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Thema im Fokus

  • Wegen des Vor­schlags der eid­ge­nös­si­schen Volks­ini­ti­a­ti­ve «Or­gan­spen­de för­dern – Le­ben ret­ten» der Jeu­ne Chamb­re In­ter­na­ti­o­nale (JCI) für eine Ge­set­zes­än­de­rung ist die De­bat­te um die ge­setz­li­chen Richt­li­ni­en der Trans­plan­ta­ti­ons­me­di­zin, ge­nau­er der Or­gan­spen­de, wie­der ak­tu­ell. Ge­mäss der Ini­ti­a­ti­ve wür­den al­le Er­wach­se­nen, die die me­di­zi­ni­schen Kri­te­ri­en er­fül­len, zu Or­gan­spen­dern, wenn sie dem nicht zu Leb­zei­ten wi­der­spro­chen ha­ben.

     

    Die Zeitschrift Thema im Fokus rich­tet sich an Fach­per­so­nen aus dem Ge­sund­heits- und So­zial­we­sen und al­le an ethi­schen Fra­gen in un­se­rer Ge­sell­schaft In­te­res­sier­ten. Sie wid­met sich ethi­schen Fra­gen im Ge­sund­heits­we­sen und in der Zi­vil­ge­sell­schaft.

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Varia

beratung

Gruppenberatung zu Patientenverfügung und Vorsorgedokumenten (Termin I)

Dienstag, 24. März 2020
14.00 bis 16.30 Uhr
Stiftung Dialog Ethik
Schaffhauserstrasse 418
8050 Zürich

In un­se­rer Grup­pen­be­ra­tung mit ma­xi­mal 12 Teil­neh­men­den ver­mit­telt lic. phil. Pat­ri­zia Kal­ber­mat­ten-Ca­sa­rotti Ba­sis­wis­sen über Pa­ti­en­ten­ver­fü­gun­gen und Vor­sor­ge­do­ku­men­te und un­ter­stützt Sie bei de­ren Er­stel­lung. In der Grup­pe er­hal­ten Sie auch An­re­gun­gen durch die An­lie­gen der an­de­ren Teil­neh­men­den.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Eine An­mel­dung ist ob­li­ga­to­risch. Bitte sen­den Sie eine E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder rufen Sie uns an (Tel. +41 44 252 42 01).

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