TIF 121: Der Eid (Auf dem Weg zu einem neuen Eid für Ärztinnen und Ärzte)

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Beschreibung

Das Ge­sund­heits­we­sen ist ein Un­ruhe­herd. In nahe­zu al­len euro­päi­schen Län­dern ist das der Fall. Die po­li­ti­schen In­ter­ven­tio­nen sind kaum noch zu zä­hlen und un­ter­schied­lichs­ter Na­tur. Ge­wal­ti­ge Geld­sum­men wer­den in den ver­schie­de­nen Insti­tu­tio­nen des Ge­sund­heits­we­sens um­ge­setzt, wes­halb in den Kri­sen­län­dern der euro­päi­schen Union eben­so ge­wal­ti­ge Eins­pa­run­gen statt­ge­fun­den ha­ben und im­mer noch statt­fin­den. Aber ge­nau jene Geld­sum­men wecken wie­der­um Be­gehr­lich­kei­ten, die ih­rer­seits Ver­tei­lungs­kämp­fe ent­ste­hen las­sen. Me­di­zi­ni­sche Ent­wick­lun­gen – durch Wis­sen­schaft und Tech­no­lo­gie be­feu­ert – stos­sen in Grenz­be­rei­che vor, wel­che die Fra­ge ent­ste­hen las­sen, ob wir noch mit gu­tem Ge­wis­sen von «Fort­schritt» spre­chen dür­fen, be­reits mo­ra­li­sche Grau­zo­nen be­tre­ten ha­ben oder die­se gar über­schrit­ten ha­ben. Im­mer lau­ter und im­mer öf­ter ver­nom­men wird der Weck­ruf, eine Öko­no­mi­sie­rung des Ge­sund­heits­we­sens sei da­bei, die Tä­tig­keit von Ärz­tin­nen und Ärz­ten sol­cher­mas­sen zu be­stim­men, dass Be­rufs­bild und Be­rufs­ethos zu­neh­mend in Be­dräng­nis ge­ra­ten.

Die Gren­zen zwi­schen öko­no­misch mo­ti­vier­tem und ärzt­lich mo­ti­vier­tem Han­deln ver­schwim­men. Schau­en wir auf die in­ter­na­tio­na­len De­bat­ten, lässt sich der Ruf nach einem neuen Eid für Ärz­tin­nen und Ärz­te ver­neh­men. Da­bei fällt al­ler­dings auf, dass ein sol­cher Eid ent­we­der gar nicht vor­ge­legt wird oder Ab­strak­tio­nen ver­haf­tet bleibt.

Eine Kom­mis­sion, be­ste­hend aus fünf Per­so­nen aus ver­schie­denen Fach­be­rei­chen und mit un­ter­schied­li­chen Hin­ter­grün­den, hat im Lau­fe des letz­ten Jah­res einen neuen Eid er­ar­bei­tet und legt ihn in dieser Pub­li­ka­tion zur Dis­kus­sion in den Fach­ge­sell­schaf­ten, aber auch in an­de­ren Insti­tu­tio­nen des Ge­sund­heits­we­sens vor.

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Kurse und Events

Informationsveranstaltung «Persönlich vorsorgen – was es dazu braucht»

Donnerstag, 26. September 2019
14.00 bis 16.00 Uhr
Kulturpark Zürich, 8005 Zürich

An­läss­lich un­se­res 20-Jahr-Jubiläums la­den wir Sie ganz herz­lich zu un­se­rer In­for­ma­ti­ons­ver­an­stal­tung über me­di­zi­ni­sche und recht­li­che Fra­gen der Vor­sor­ge ein. Da­bei wer­den Ex­per­tin­nen und Ex­per­ten Aus­kunft über ver­schie­de­ne As­pek­te ge­ben.

Die­se Ver­an­stal­tung ist kos­ten­los. Da die Platz­zahl be­schränkt ist, bitten wir Sie um eine An­mel­dung über info@dialog-ethik.ch.

Wei­te­re In­for­ma­ti­o­nen finden Sie auf diesem Flyer.

Unsere nächs­ten Ver­an­stal­tun­gen und Kurse fin­den Sie hier.

 

Thema im Fokus

  • Die Zeitschrift Thema im Fokus richtet sich an Fach­per­sonen aus dem Ge­sund­heits- und So­zial­wesen und alle an ethischen Fra­gen in unserer Ge­sell­schaft In­te­res­sier­ten. Sie wid­met sich ethi­schen Fragen im Ge­sund­heits­wesen und in der Zi­vil­gesell­schaft.

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Varia

Neues Buch «Wert­(er)schöpfung: Die Krise des Pflege­berufs»

Dieses Buch von Anja Huber be­fasst sich mit den durch den öko­no­mi­schen Druck im Ge­sund­heits­we­sen ver­ur­sach­ten Ver­än­de­run­gen in der Pfle­ge.

Es ist in un­se­rem Web­shop zum Preis von CHF 76.90 er­hält­lich.

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