TIF 121: Der Eid (Auf dem Weg zu einem neuen Eid für Ärztinnen und Ärzte)

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Beschreibung

Ausgabe 121 – Juni 2015

Das Ge­sund­heits­we­sen ist ein Un­ruhe­herd. In nahe­zu al­len euro­päi­schen Län­dern ist das der Fall. Die po­li­ti­schen In­ter­ven­tio­nen sind kaum noch zu zä­hlen und un­ter­schied­lichs­ter Na­tur. Ge­wal­ti­ge Geld­sum­men wer­den in den ver­schie­de­nen Insti­tu­tio­nen des Ge­sund­heits­we­sens um­ge­setzt, wes­halb in den Kri­sen­län­dern der euro­päi­schen Union eben­so ge­wal­ti­ge Eins­pa­run­gen statt­ge­fun­den ha­ben und im­mer noch statt­fin­den. Aber ge­nau jene Geld­sum­men wecken wie­der­um Be­gehr­lich­kei­ten, die ih­rer­seits Ver­tei­lungs­kämp­fe ent­ste­hen las­sen. Me­di­zi­ni­sche Ent­wick­lun­gen – durch Wis­sen­schaft und Tech­no­lo­gie be­feu­ert – stos­sen in Grenz­be­rei­che vor, wel­che die Fra­ge ent­ste­hen las­sen, ob wir noch mit gu­tem Ge­wis­sen von «Fort­schritt» spre­chen dür­fen, be­reits mo­ra­li­sche Grau­zo­nen be­tre­ten ha­ben oder die­se gar über­schrit­ten ha­ben. Im­mer lau­ter und im­mer öf­ter ver­nom­men wird der Weck­ruf, eine Öko­no­mi­sie­rung des Ge­sund­heits­we­sens sei da­bei, die Tä­tig­keit von Ärz­tin­nen und Ärz­ten sol­cher­mas­sen zu be­stim­men, dass Be­rufs­bild und Be­rufs­ethos zu­neh­mend in Be­dräng­nis ge­ra­ten.

Die Gren­zen zwi­schen öko­no­misch mo­ti­vier­tem und ärzt­lich mo­ti­vier­tem Han­deln ver­schwim­men. Schau­en wir auf die in­ter­na­tio­na­len De­bat­ten, lässt sich der Ruf nach einem neuen Eid für Ärz­tin­nen und Ärz­te ver­neh­men. Da­bei fällt al­ler­dings auf, dass ein sol­cher Eid ent­we­der gar nicht vor­ge­legt wird oder Ab­strak­tio­nen ver­haf­tet bleibt.

Eine Kom­mis­sion, be­ste­hend aus fünf Per­so­nen aus ver­schie­denen Fach­be­rei­chen und mit un­ter­schied­li­chen Hin­ter­grün­den, hat im Lau­fe des letz­ten Jah­res einen neuen Eid er­ar­bei­tet und legt ihn in dieser Pub­li­ka­tion zur Dis­kus­sion in den Fach­ge­sell­schaf­ten, aber auch in an­de­ren Insti­tu­tio­nen des Ge­sund­heits­we­sens vor.

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Am 24. März 2020 findet keine Gruppenberatung statt (wegen Coronavirus). Ersatztermin ist der 3. September 2020.

In un­se­rer Grup­pen­be­ra­tung mit ma­xi­mal 12 Teil­neh­men­den ver­mit­telt lic. phil. Pat­ri­zia Kal­ber­mat­ten-Ca­sa­rotti Ba­sis­wis­sen über Pa­ti­en­ten­ver­fü­gun­gen und Vor­sor­ge­do­ku­men­te und un­ter­stützt Sie bei de­ren Er­stel­lung. In der Grup­pe er­hal­ten Sie auch An­re­gun­gen durch die An­lie­gen der an­de­ren Teil­neh­men­den.

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Thema im Fokus

  • Das Corona­virus/COVID-19 stellt in erster Linie das Ge­sund­heits­wesen vor im­men­se He­raus­for­de­run­gen. Das Ver­trauen in die Me­di­zin, in die For­schung, in das Ge­sund­heits­wesen ist gross. Prof. Dr. Mat­thias Mit­ter­lech­ner von der Uni­ver­si­tät St. Gallen sagt in einem In­ter­view, das Schwei­zer Ge­sund­heits­wesen zähle welt­weit zu den bes­ten. Gleich­zei­tig ste­he es aber auch vor einem Um­bruch. Die Ge­sund­heits­land­schaft der Zu­kunft müs­se der so­zio­demo­gra­fi­schen Ent­wick­lung der Be­völ­ke­rung und den da­mit ver­bun­de­nen Krank­heits­bil­dern ge­recht wer­den.

    Wie das aus­se­hen kann, zeigt ein Blick in die Ferien- und Ge­sund­heits­re­gion Un­ter­en­ga­din. Dort ar­bei­ten seit 13 Jah­ren wich­ti­ge Part­ner im Ge­sund­heits­we­sen unter dem Dach des «Ge­sund­heits­zen­trums Unterengadin» er­folg­reich zu­sam­men. Ein Mo­dell mit Vor­bild­cha­rak­ter.

     

    Die Zeitschrift Thema im Fokus rich­tet sich an Fach­per­so­nen aus dem Ge­sund­heits- und So­zial­we­sen und al­le an ethi­schen Fra­gen in un­se­rer Ge­sell­schaft In­te­res­sier­ten. Sie wid­met sich ethi­schen Fra­gen im Ge­sund­heits­we­sen und in der Zi­vil­ge­sell­schaft.

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