TIF 60: Pflegequalität (inkl. Buch «Gutes Leben – gutes Sterben»)

TIF 60: Pflegequalität (inkl. Buch «Gutes Leben – gutes Sterben»)
CHF 36.00 pro Stück

Beschreibung

Ausgabe 60 – März 2005

«Health in Progress» und «Erfolgsstrategien für Kliniken und Facharztpraxen im Gesundheitsmarkt der Zukunft»: So lautet die thematische Ankündigung eines gesundheitsökonomischen Kongresses im Jahre 2005.

Schlagworte wie «Managed Care» und die Klassifikation von Patienten in «Diagnosis Related Groups (DRGs)» zeigen uns die sich unter Kostendruck rasant ändernden Rahmenbedingungen, mit denen Pflegende heute umgehen müssen.

Avedis Donabedian entwickelte vor 40 Jahren in den USA das erste analytische Konzept zur Qualitätssicherung im Gesundheitswesen. Damals wie heute bezogen sich die ausgearbeiteten Qualitätskriterien auf Faktoren wie Rahmen­bedingungen und Ressourcen, Art und Umfang des pflegerischen Handelns, den Pflegezustand des Kranken sowie das psychische und physische Wohlbefinden von PatientInnen und Pflegenden. Seitdem gehören auch Aspekte wie Gerechtigkeit, Angemessenheit und Zugänglichkeit in der Pflege zu den Kriterien der Qualitätssicherung.

Durch den rasanten medizinischen Fortschritt in den Jahren darauf bildeten diese Qualitätskriterien auch die Basis für die Konzeption neuer Pflegesysteme, die auf der einen Seite immer mehr der steigenden Pflegekomplexität und Co-Morbidität der Patienten und auf der anderen Seite einem Rückgang der Spitalaufenthaltsdauer gerecht werden mussten.

Inzwischen liegt eine Phase von Rationalisierungsprozessen im Spital hinter uns und die wirtschaftlichen Vorgaben drohen, die erarbeiteten Qualitätsstandards (weiter) aufzuweichen.

Dabei stellt sich im Rahmen implizierter Rationierung nicht nur die ethische Frage nach Gerechtigkeit, sondern vor allem auch jene nach den unmittelbaren Auswirkungen knapper Ressourcen auf die aktuelle Pflegequalität: Welchen Einfluss haben neue Arbeitsstrukturen und Personalknappheit auf die Morbidität und Mortalität von PatientInnen?

Nachdem es jahrelang eher ein Tabu war, diese Fragen zu stellen, werden immer mehr Studien zu genau diesen Themenbereichen durchgeführt.

Nicht ohne Grund finanziert zurzeit auch die Europäische Union eine umfassende Studie [«Nurses‘ early exit study» (NEXT Studie)] zu den Arbeitsbedingungen und dem frühzeitigen Berufswechsel in den Pflegeberufen.

«Health in Progress?»
Der rasante Umbruch im Gesundheitswesen lässt pflegerisches Ideal und Wirklichkeit, heilkundliches Ethos und Ökonomie ungebremst aufeinanderprallen. Eine der Schwierigkeiten besteht darin, dass die gewonnene Lebens­qualität bei PatientInnen durch qualifizierte Pflege nicht objektiv messbar ist. Und die vielschichtigen Eingriffe in den Pflegestandard zeigen Auswirkungen, die, so scheint es, zunehmend zu Lasten der PatientInnen und Pflegenden gehen.

Ein Exemplar des Buches «Gutes Leben – gutes Sterben» von Denise Battaglia und Ruth Baumann-Hölzle (Hrsg.) im Wert von CHF 34.– ist gratis inbegriffen.

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Am 24. März 2020 findet keine Gruppenberatung statt (wegen Coronavirus). Ersatztermin ist der 3. September 2020.

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  • Das Corona­virus/COVID-19 stellt in erster Linie das Ge­sund­heits­wesen vor im­men­se He­raus­for­de­run­gen. Das Ver­trauen in die Me­di­zin, in die For­schung, in das Ge­sund­heits­wesen ist gross. Prof. Dr. Mat­thias Mit­ter­lech­ner von der Uni­ver­si­tät St. Gallen sagt in einem In­ter­view, das Schwei­zer Ge­sund­heits­wesen zähle welt­weit zu den bes­ten. Gleich­zei­tig ste­he es aber auch vor einem Um­bruch. Die Ge­sund­heits­land­schaft der Zu­kunft müs­se der so­zio­demo­gra­fi­schen Ent­wick­lung der Be­völ­ke­rung und den da­mit ver­bun­de­nen Krank­heits­bil­dern ge­recht wer­den.

    Wie das aus­se­hen kann, zeigt ein Blick in die Ferien- und Ge­sund­heits­re­gion Un­ter­en­ga­din. Dort ar­bei­ten seit 13 Jah­ren wich­ti­ge Part­ner im Ge­sund­heits­we­sen unter dem Dach des «Ge­sund­heits­zen­trums Unterengadin» er­folg­reich zu­sam­men. Ein Mo­dell mit Vor­bild­cha­rak­ter.

     

    Die Zeitschrift Thema im Fokus rich­tet sich an Fach­per­so­nen aus dem Ge­sund­heits- und So­zial­we­sen und al­le an ethi­schen Fra­gen in un­se­rer Ge­sell­schaft In­te­res­sier­ten. Sie wid­met sich ethi­schen Fra­gen im Ge­sund­heits­we­sen und in der Zi­vil­ge­sell­schaft.

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