TIF 64: Neuroethik (inkl. Buch «Gutes Leben – gutes Sterben»)

TIF 64: Neuroethik (inkl. Buch «Gutes Leben – gutes Sterben»)
CHF 36.00 pro Stück

Beschreibung

Ausgabe 64 – November 2005

Die aus demographischen Gründen zu erwartende Zunahme an degenerativen Gehirnkrankheiten wie auch ein generelles Interesse der Grundlagenforschung am Gehirn haben dazu geführt, dass zurzeit enorme finanzielle Ressourcen in diverse Gebiete der Neurowissenschaften gesteckt werden. Im Forschungsgebiet des «Neuroimaging» werden bildgebende Verfahren untersucht, die es erlauben, Gehirnaktivitäten für das menschliche Auge sichtbar zu machen. Die Forscher wollen damit Aussagen zur Struktur und Funktion des Gehirnes machen und letztlich im Sinn eines «Brainotyping» neuronale Korrelate von Charaktereigenschaften finden. Aber kann man menschliches Fühlen wirklich auf diese Weise sichtbar machen? Kann man einen Charakter letztlich nur durch das Gehirn erklären? Dies sind wichtige ethische Fragen. Solche stellen sich auch bei einem anderen Teilgebiet der Hirnforschung, dem «Neuro-Enhancement»: Hier will man versuchen, durch chemische (medikamentöse) Eingriffe in das Gehirn eine deutliche Verbesserung der Gehirnleistung zu erreichen. «Go Endurance» lautet etwa eine Werbeüberschrift zu einer Medikamentenliste, die unter dem Stichwort «Neural Enhancement» im Internet angeboten wird. An anderer Stelle werden Präparate wie «Clear Edger» oder «True Focus» angepriesen. Das Psychostimulans Modafinil (Vigil®) schliesslich, das ursprünglich als Medikament zur Therapie der Narkolepsie entwickelt wurde, findet offenbar auch vermehrt ausserhalb seiner Indikation Anwendung, etwa bei übermüdeten Arbeitnehmern zur Steigerung der Leistungsfähigkeit. Solche Probleme alarmieren die Neuroethiker: Wird es dazu kommen, dass sich eine gleichsam «kosmetische» Forschung in der Neurologie etabliert, die unser Gehirn «tuned» oder psychische Macken glättet? Wie wird sich unsere Gesellschaft verändern, wenn «Gehirndoping» alltäglich wird? Wird gar unser bisheriges Menschenbild revidiert? Was geschieht mit unseren Vorstellungen von Sterblichkeit und Fortexistenz nach dem physischen Tod? Solche Fragen machen deutlich, dass mit der Hirnforschung grundlegende ethische Fragen verbunden sind, welche in dieser Ausgabe von «Thema im Fokus» in einer allgemeinen Übersicht dargestellt werden sollen.

Ein Exemplar des Buches «Gutes Leben – gutes Sterben» von Denise Battaglia und Ruth Baumann-Hölzle (Hrsg.) im Wert von CHF 34.– ist gratis inbegriffen.

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Thema im Fokus

  • «Wir wissen es nicht» – «dieses Ein­ge­ständ­nis habe ich bei so man­chen Ex­per­ten­aus­sa­gen ver­misst», sagt Pro­fes­sor Reto Sto­cker in seiner auf die ver­gan­ge­nen Mo­na­te be­zo­ge­nen Re­tro­spek­ti­ve als In­ten­siv­me­di­zi­ner (Sei­te 34). Viele Fra­gen rund um Co­vid-19 sei­en of­fen, weil For­schungs­re­sul­ta­te, er­mit­telt nach wis­sen­schaft­li­chen Kri­te­ri­en, schlicht noch nicht vor­lie­gen wür­den.

    Keine Ant­wor­ten auf bren­nen­de Fra­gen be­kom­men, da­mit müs­sen wir in die­ser Krise le­ben. Das heisst aber nicht, dass wir keine Fra­gen stel­len dür­fen, im Ge­gen­teil! Hin­schau­en, da­hin­ter schau­en – die­sem An­spruch wol­len wir in un­se­rer Juni-Aus­ga­be des Ma­ga­zins «Thema im Fokus» in­halt­lich ge­recht wer­den.

     

    Die Zeitschrift Thema im Fokus rich­tet sich an Fach­per­so­nen aus dem Ge­sund­heits- und So­zial­we­sen und al­le an ethi­schen Fra­gen in un­se­rer Ge­sell­schaft In­te­res­sier­ten. Sie wid­met sich ethi­schen Fra­gen im Ge­sund­heits­we­sen und in der Zi­vil­ge­sell­schaft.

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