TIF 30: Streit um Prozente – Risikoberechnungen in der Schwangerschaft (inkl. Buch «Gutes Leben – gutes Sterben»)

TIF 30: Streit um Prozente – Risikoberechnungen in der Schwangerschaft (inkl. Buch «Gutes Leben – gutes Sterben»)
CHF 36.00 pro Stück

Beschreibung

Ausgabe 30 – August 2002

Die stille Routine der vorgeburtlichen Überwachung, mit der jede schwangere Frau gewöhnlich allein zurecht kommen muss, wird gelegentlich von Aufsehen erregenden Meldungen unterbrochen. Dieses Jahr gab es sowohl in der Schweiz als auch in Deutschland ein solches Ereignis. In Deutschland fällte im Juni der Bundesgerichtshof einen folgenschweren Richterspruch: Eine Ärztin, die bei einer Ultraschalluntersuchung eine schwere Missbildung übersehen hatte, wurde dazu verurteilt, den Eltern über 10'000 Euro Schmerzensgeld zu bezahlen und für den gesamten zukünftigen Unterhalt des Kindes aufzukommen. Damit wird nun auch in Deutschland mit einem neuen Urteil bestärkt, dass behindertes Leben als Schaden anerkannt wird. Ein ähnlicher Fall kam in der Schweiz in die Schlagzeilen. Die Eltern eines behinderten Kindes drohten mit einer Klage gegen die verantwortliche Ärztin des Basler Universitätsspitals, weil diese ebenfalls eine eindeutige Missbildung bei Ultraschallkontrollen übersehen hatte.

Die Reaktionen auf solche Urteile sind jeweils heftig. ÄrztInnen befürchten, dass in Zukunft das zweifelsfreie Entdecken von Fehlbildungen zu ihrer Hauptaufgabe wird und nicht die optimale Betreuung der Schwangeren die Entwertung des menschlichen Lebens wird angeprangert. «Menschliches Leben wird relativiert», kommentierte Frank Ulrich Montgomery, der Präsident der Ärztekammer in Hamburg, das deutsche Urteil.

Ganz von ungefähr kommen solche Schadenersatzforderungen allerdings nicht. Schwangeren Frauen wird mittlerweile eine ganze Batterie von vorgeburtlichen Tests angeboten, häufig ohne ausreichende Information und mit dem Verweis auf eine angebliche «Sicherheit», die solche Tests bringen sollen. Ist es da nicht konsequent, wenn Frauen, die sich in Sicherheit gewiegt haben, schliesslich zur Klage greifen, wenn sich diese Sicherheit als Illusion entpuppt?

Ein Exemplar des Buches «Gutes Leben – gutes Sterben» von Denise Battaglia und Ruth Baumann-Hölzle (Hrsg.) im Wert von CHF 34.– ist gratis inbegriffen.

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Aktuell

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Kurse und Events

Po­di­ums­dis­kus­sion vom 14. April 2021 (18.00 Uhr)

Live-Talk zum Film «DIA­LOG im Kri­sen­jahr 2020» von Ci­ril Ca­men.

Der Live-Talk wird von Dr. theol. Ruth Bau­mann-Hölzle mo­de­ri­ert und als You­tube-Live­strea­ming über­tra­gen.

 

Kurs vom 8. Juni 2021

«Ethik in der Drogerie – aus der Praxis für die Praxis»

Weiterbildung Drogisten

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Kurs­angebote 2021

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Einzelbüro zur Untermiete

Per 1. Juli 2021 ver­mie­ten wir in Un­ter­miete ein Ein­zel­büro (18 m2) an zen­tra­ler Lage an der Schaff­hau­ser­strasse 418 in Zü­rich-Oer­li­kon.
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General­ver­sammlung und Jahres­versand des Förder­vereins 2020

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Publikationen

  • Die Ver­fah­ren zur Zu­las­sung von Me­di­ka­men­ten und Impf­stof­fen ha­ben durch Co­ro­na eine neue Dy­na­mik ent­wi­ckelt. Das hat uns in die­ser Aus­gabe des Ma­ga­zins «Thema im Fokus» dazu mo­ti­vi­ert, ge­nau­er hin­zu­schau­en und ver­schie­de­ne As­pek­te zu be­leuch­ten.

    Eine Lese­probe und wei­tere In­for­ma­ti­o­nen fin­den Sie hier.

    Thema der nächsten Aus­ga­be
    (Nr. 148, 15. Juni 2021):
    «Ge­ni­a­li­tät und Eitel­keit – Macht und Machen­schaf­ten in der hoch­spe­zi­a­li­si­er­ten Me­di­zin»

     

    Neues Positionspapier

    Positionspapier Sterbehilfe Cover Rahmen small

    Sozialethische Überlegungen zum Umgang mit Sterben und Tod
    Acht Thesen und Forderungen für den Umgang mit Suizid und Suizid­beihilfe
    von Stiftung Dialog Ethik (Hrsg.)

    Dia­log Ethik setzt sich mit die­sem neuen Posi­tions­pa­pier für eine hu­ma­ne Ster­be­kul­tur im Sin­ne von pro­fes­sio­nel­ler Pal­lia­tive Care ein. Fo­kus­siert wird da­rin schwer­punkt­mäs­sig auf den ge­sell­schaft­li­chen Um­gang mit der Sui­zid­bei­hilfe aus einer so­zi­al­ethi­schen Per­spek­ti­ve. Nach­ge­gan­gen wird auch der Frage, ob es Ge­fäng­nis­in­sas­sen mög­lich sein soll, mit Sui­zid­bei­hilfe aus dem Le­ben zu schei­den.

    Sie kön­nen das neue Po­si­tions­pa­pier als PDF-Do­ku­ment in un­se­rem Web­shop be­stel­len.

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    Die aus­füll­ba­re, in­ter­ak­ti­ve Lis­te aller Pu­bli­ka­ti­o­nen von Dia­log Ethik kön­nen Sie hier he­run­ter­la­den. Diese Liste fin­den Sie auch in un­se­rem Webshop.

     

    Die Zeitschrift Thema im Fokus rich­tet sich an Fach­per­so­nen aus dem Ge­sund­heits- und So­zial­we­sen und al­le an ethi­schen Fra­gen in un­se­rer Ge­sell­schaft In­te­res­sier­ten. Sie wid­met sich ethi­schen Fra­gen im Ge­sund­heits­we­sen und in der Zi­vil­ge­sell­schaft.

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Corona-Situation

Coronavirus weisser Hintergrund

 Videos / Filme

«DIALOG im Krisen­jahr 2020»: Ab­schluss­arbeit von Ci­ril Ca­men (SAE Zürich) mit einem In­ter­view mit Ruth Bau­mann-Hölzle (3.3.2021).

«Aus­nah­me­zu­stand: Tod und Trauer»: On­line-Ver­an­stal­tung vom 24.2.2021 mit Ruth Bau­mann-Hölzle und Stef­fen Eych­mül­ler (Lei­ten­der Arzt Pal­li­a­tiv­zen­trum, In­sel­spi­tal Bern). Ver­an­stal­ter: «Polit-Forum Bern im Käfig­turm».

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Artikel / Stellungnahmen

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Merkblätter / Empfehlungen

 

Medien­mit­teilungen

BAG Logo PSY Wohlbefinden rgb d

pdf Gemeinsame Medien­mit­teilung des Ambulatoriums Aarau (Klinik Schützen Rhein­felden) und der Stiftung Dialog Ethik zum «Aktions­tag Psychische Gesund­heit in der Schweiz» (9.12.2020) (249 KB)  

Inclusion Handicap

«Men­schen mit Be­hin­de­run­gen aus in­ten­siv­me­di­zi­ni­schen Be­hand­lun­gen aus­ge­schlos­sen» (10.11.2020)

Weitere Dokumente von Inclusion Handi­cap finden Sie hier.

Voir le communiqué de presse en français.

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