TIF 104: Einforderungsrecht

TIF 104: Einforderungsrecht
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Beschreibung

Ausgabe 104 – August 2012

Der urteilsfähige Patient darf jederzeit eine medizinische Behandlung ablehnen. Dieses so genannte «Abwehrrecht» ergibt sich durch das in der Bundesverfassung verankerte Recht auf persönliche Freiheit, welches auch das Recht auf Selbstbestimmung beinhaltet. Demnach muss jeder urteilsfähige Patient über die medizinischen Massnahmen aufgeklärt sein, die an ihm vorgenommen werden sollen, und ihnen zustimmen. Ohne Einwilligung darf der Arzt – ausser in Notfallsituationen oder in der Situation einer Fremdgefährdung – keine Massnahmen ergreifen.

Wie weit reicht das Recht auf Selbstbestimmung der Patientin und des Patienten? Hat der Patient neben dem Abwehrauch ein Einforderungsrecht und falls ja, wie weit reicht dieses Recht? Darf der Patient (oder dessen Stellvertreter) auch explizit Therapien von der behandelnden Ärztin einfordern oder anordnen, welches Medikament sie verschreiben muss? Kann der Stellvertreter einer urteilsunfähigen Patientin vom Behandlungsteam verlangen, dass es alle medizinischen und technischen Massnahmen einsetzt, um die Patientin am Leben zu erhalten, auch wenn die Massnahmen nach Einschätzung des Behandlungsteams sinnlos sind?

Der Patient hat ein Einforderungsrecht, es wird auch als Recht auf Teilhabe bezeichnet. Das Recht findet sich zum Beispiel in der obligatorischen Krankenpflegeversicherung (OKP). Danach hat jeder Patient das Recht auf Behandlung und Betreuung in dem dort beschriebenen Umfang. Die Grundversicherung zahlt jene Therapien und Behandlungen, die wirksam, zweckmässig und wirtschaftlich sind (WZW-Kriterien). Doch was heisst wirksam, zweckmässig und wirtschaftlich? Wer bestimmt den therapeutischen Nutzen? Die behandelnde Ärztin, der Patient, die Behörde, die Krankenversicherung, die Politik, das Gericht? Und kann ein Patient alle Therapien, die grundsätzlich als wirksam, zweckmässig und wirtschaftlich beurteilt werden, vom behandelnden Arzt verlangen oder kann der Arzt eine Behandlung auch ablehnen?

Mit diesen Fragen beschäftigt sich diese Ausgabe von «Thema im Fokus». 

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Kurse und Events

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Kurs «Basiswissen praktische Ethik 2020» (Termin II)

10. November 2020, 9.00 bis 16.00 Uhr, Seminar­raum

Die Ethik bietet in der Aus­ei­nan­der­setzung mit schwie­ri­gen Si­tu­a­ti­o­nen eine zu­sätz­li­che Per­spek­ti­ve zur eige­nen fach­li­chen. In die­sem ein­tä­gi­gen Kurs «Ba­sis­wis­sen prak­ti­sche Ethik» geht es da­rum, den Kurs­teil­neh­me­rin­nen und Kurs­teil­neh­mern ethi­sches Hand­werk­zeug mit­zu­ge­ben, Hand­werk­zeug, das ih­nen den Um­gang mit ethi­schen Fra­gen er­leich­tert.

Ethik-Foren-Treffen 2020

26. November 2020, ab 13.30 Uhr, Luzerner Kantons­spital

Samstagsseminar «Die Besichtigung der Liebe – ein kritischer Reise­bericht»

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General­ver­sammlung und Jahres­versand des Förder­vereins 2020

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Thema im Fokus

  • «Gentech-Babys zu er­schaf­fen, ist noch viel zu ris­kant» – unter die­sem Ti­tel hat die NZZ am 7. Sep­tem­ber 2020 einen Ar­ti­kel pu­bli­zi­ert, in dem vor Ein­grif­fen in die mensch­li­che Keim­bahn ge­warnt wird. Vor zwei Jah­ren hat die Welt scho­ckiert auf ein ent­spre­chen­des Vor­pre­schen des chi­ne­si­schen Bio­che­mi­kers He Jian­kui re­agiert.

    Die Ein­mi­schung in na­tur­ge­ge­be­ne Ge­stalt mensch­li­chen Le­bens ist eine Re­a­li­tät, in den meis­ten Fäl­len zum Woh­le der Mensch­heit. Und sie ist ein Ge­schäfts­mo­dell, das bei Frau­en, die ihren Kin­der­wunsch auf dem na­tür­li­chen Weg nicht er­fül­len kön­nen, be­son­ders ver­fängt.

    «Mensch­li­che Re­pro­duk­ti­ons­me­di­zin – vom in­ti­men Er­eig­nis zum zer­ti­fi­zier­ten Pro­duk­ti­ons­pro­zess», die­sem The­ma ist diese Aus­ga­be des Ma­ga­zins «The­ma im Fo­kus» ge­wid­met. Wir schau­en hin und wol­len wis­sen: Ist sie mehr Se­gen für alle jene Men­schen, die dank ihr Mut­ter, Va­ter, El­tern wer­den konn­ten? Oder Fluch für die frucht­los Zu­rück­ge­blie­be­nen? Ist sie aus der ge­sell­schaft­li­chen Per­spek­ti­ve Chance oder Ge­fahr?

     

    Die Zeitschrift Thema im Fokus rich­tet sich an Fach­per­so­nen aus dem Ge­sund­heits- und So­zial­we­sen und al­le an ethi­schen Fra­gen in un­se­rer Ge­sell­schaft In­te­res­sier­ten. Sie wid­met sich ethi­schen Fra­gen im Ge­sund­heits­we­sen und in der Zi­vil­ge­sell­schaft.

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