TIF 139: Humangenetik: Wissen­schaft­liche, soziale und ethische Perspektiven auf medi­zi­ni­sche Gentests

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Beschreibung

In kaum einem Ge­biet der Me­di­zin wur­den in den letz­ten Jah­ren so gros­se Fort­schrit­te er­zielt wie in der Di­a­gno­se von Krank­hei­ten. Be­sonders im Be­reich Ge­ne­tik ist heu­te vie­les mög­lich. Die­se Aus­ga­be von The­ma im Fo­kusbie­tet Ih­nen wie ge­wohnt un­ter­schied­li­che Sicht­wei­sen auf das The­ma. Ge­ne­ti­sche Tests er­öff­nen Wis­sen über Er­kran­kungs­ri­si­ken und neue Mög­lich­kei­ten der Prä­ven­ti­on und The­ra­pie. Sie wer­fen zu­gleich vie­le ethi­sche Fra­gen auf, die Re­gu­lie­run­gen von­ der Po­li­tik und Ge­setz­ge­bung na­he­le­gen. Be­son­ders in der Hu­man­ge­ne­tik ist auch die psy­cho­so­zi­a­le Di­men­si­on zu be­ach­ten. Die Er­geb­nis­se ge­ne­ti­scher Tests kön­nen für die Be­trof­fe­nen eine psy­chi­sche Be­las­tung dar­stel­len und sich auf ihre ge­sam­te Le­bens­ge­stal­tung aus­wir­ken. Auch er­for­dert es einen sen­sib­len Um­gang mit den Test­er­geb­nis­sen, denn Ver­wand­te kön­nen di­rekt in­vol­viert sein, da für sie die Mög­lich­keit be­steht, die­sel­ben Ge­ne wie eine ge­tes­te­te Per­son in sich zu tra­gen.

Un­ter an­de­rem er­läu­tert PD Dr. med. De­bo­rah Bart­hol­di im In­ter­view die Be­ra­tung von Men­schen, die sich einer Gen­ana­ly­se un­ter­zie­hen wol­len, um sich etwa auf die Trä­ger­schaft einer Erb­krank­heit hin tes­ten zu las­sen. Auch bei psy­chi­schen Er­kran­kun­gen wird nach ihren Ur­sa­chen in den Ge­nen ge­forscht. In ih­rem Bei­trag gibt Dr. phil. Va­nes­sa Lux einen Ein­blick in die heu­ti­ge psy­chi­a­tri­sche Ge­ne­tik. Eine der neu­es­ten ge­ne­ti­schen Me­tho­den ist CRISPR/CAS, die es er­mög­li­chen soll, Ge­ne ge­zielt aus­zu­schal­ten oder sie zu re­pa­rie­ren und zu ver­än­dern. Dr. theol. Mat­thi­as Braun und Prof. Dr. theol. Pe­ter Dab­rock wer­fen in ihrem Bei­trag ethi­sche Fra­gen zum Um­gang mit dem Ge­nome Edi­ting auf.

Wir hof­fen, Ihr In­te­res­se an den viel­fäl­ti­gen Per­spek­ti­ven auf die Hu­man­ge­ne­tik in die­sem Heft zu we­cken und Sie zu Dis­kus­si­o­nen an­zu­re­gen.

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Kurse und Events

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Samstagsseminar «Literatur und Philosophie 2020»

«Ein ‹anderes Leben›. Aber ‹welches›?»

Prof. Dr. Jean-Pierre Wils lei­tet die­ses Se­mi­nar, das 2020 an fünf Sams­ta­gen jeweils von 9.30 bis 15.30 Uhr statt­fin­det. Fol­gen­de The­men werden be­han­delt:

  1. 22. Februar 2020: «Das Zeit­alter des Immer-Mehr und seine Grenzen»
  2. 25. April 2020: «Wir sind uns nicht genug. Auf dem Weg zur neuen Gattung»
  3. 20. Juni 2020: «Signale des Ab­bruchs und des Auf­bruchs»
  4. 26. September 2020: «Alles ist möglich, einiges ist nötig»
  5. 21. November 2020: «Menschen mit Zukunfts­be­rechtigung»

Wei­te­re In­for­ma­ti­o­nen fin­den Sie auf dieser Seite und diesem Flyer.

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Bit­te mel­den Sie sich früh­zei­tig mit­tels An­mel­de­ta­lon oder per E-Mail an info@dialog-ethik.ch an.

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Thema im Fokus

  • Wegen des Vor­schlags der eid­ge­nös­si­schen Volks­ini­ti­a­ti­ve «Or­gan­spen­de för­dern – Le­ben ret­ten» der Jeu­ne Chamb­re In­ter­na­ti­o­nale (JCI) für eine Ge­set­zes­än­de­rung ist die De­bat­te um die ge­setz­li­chen Richt­li­ni­en der Trans­plan­ta­ti­ons­me­di­zin, ge­nau­er der Or­gan­spen­de, wie­der ak­tu­ell. Ge­mäss der Ini­ti­a­ti­ve wür­den al­le Er­wach­se­nen, die die me­di­zi­ni­schen Kri­te­ri­en er­fül­len, zu Or­gan­spen­dern, wenn sie dem nicht zu Leb­zei­ten wi­der­spro­chen ha­ben.

     

    Die Zeitschrift Thema im Fokus rich­tet sich an Fach­per­so­nen aus dem Ge­sund­heits- und So­zial­we­sen und al­le an ethi­schen Fra­gen in un­se­rer Ge­sell­schaft In­te­res­sier­ten. Sie wid­met sich ethi­schen Fra­gen im Ge­sund­heits­we­sen und in der Zi­vil­ge­sell­schaft.

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Varia

beratung

Gruppenberatung zu Patientenverfügung und Vorsorgedokumenten (Termin I)

Dienstag, 24. März 2020
14.00 bis 16.30 Uhr
Stiftung Dialog Ethik
Schaffhauserstrasse 418
8050 Zürich

In un­se­rer Grup­pen­be­ra­tung mit ma­xi­mal 12 Teil­neh­men­den ver­mit­telt lic. phil. Pat­ri­zia Kal­ber­mat­ten-Ca­sa­rotti Ba­sis­wis­sen über Pa­ti­en­ten­ver­fü­gun­gen und Vor­sor­ge­do­ku­men­te und un­ter­stützt Sie bei de­ren Er­stel­lung. In der Grup­pe er­hal­ten Sie auch An­re­gun­gen durch die An­lie­gen der an­de­ren Teil­neh­men­den.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Eine An­mel­dung ist ob­li­ga­to­risch. Bitte sen­den Sie eine E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder rufen Sie uns an (Tel. +41 44 252 42 01).

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