Home             Kontakt             intern            
Suchen  Français / English
 
 
Projekt Brustkrebsberatung


Beratung bei Brustkrebsrisiko: Risikowahrnehmung und -kommunikation bei familiärer Risikokonstellation

Das Projekt startet 2007, dauert 30 Monate und untersucht die Beratung von Frauen mit familiärer Risikokonstellation für die Erkrankung an Brustkrebs. Es wurde beim Schweizerischen Nationalfonds eingereicht.

Brustkrebs ist die häufigste bösartige Erkrankung der Frau, jede 9. Frau ist im Laufe ihres Lebens davon betroffen. Allein in der Schweiz werden jedes Jahr ca. 5'000 Neuerkrankungen diagnostiziert. Jede dieser Neuerkrankung kann bei der erkrankten Person, aber auch in ihrem Umfeld, insbesondere bei Bezugspersonen und Verwandten, starke Emotionen und Lebenskrisen auslösen. Jedes Jahr suchen deshalb familiär betroffene Frauen vor einer möglichen Erkrankung eine Beratung bei ihrer Gynäkologin, einem Genetiker, einer Onkologin oder einer Beratungsstelle auf mit dem Ziel, ihr Risiko für eine Brustkrebserkrankung in Erfahrung zu bringen, um allenfalls Präventionsmassnahmen treffen zu können.
Diese Frauen sind in der Beratung mit einer komplexen Risiko- und Entscheidungssituation konfrontiert, so unter anderem mit dem Entscheid, genetische Abklärungen zu machen oder nicht. In der Beratung geht es darum, abschätzen zu können, wie die jeweilige Frau mit dem Resultat eines Gentests umgehen kann, oder zu welchen Präventionsmassnahmen sie bereit sein würde.

Arbeitshypothese: In der Theorie wird davon ausgegangen, dass die Kommunikation von Risiko in einem für das eigene Leben so wichtigen Bereich zu kognitiven Verzerrungen und emotionalen Prozessen wie Ängstlichkeit führt. Dies wiederum führt auf der Seite der beratenden Ärzteschaft, wie auch auf der Seite der zu beratenden Frauen in der Beratungs- und Entscheidfindungssituation als auch allgemein in der Betreuung der Patientinnen, zu spezifischen Problemen. Es kann weiter erwartet werden, dass eine optimale Beratung den Patientinnen hilft, eine genauere Risikoeinschätzung zu gewinnen und die Lebensqualität zu verbessern.

Das Ziel der Untersuchung ist es, Beratungsinstrument zur Unterstützung der Ärztinnen und Ärzte sowie der Patientinnen zu entwerfen und einzuführen. Bei der Analyse der Beratung wird speziell auf die Risikowahrnehmung und Risikokommunikation sowie auf den Entscheidfindungsprozess bezüglich genetischer Untersuchungen geachtet, ausgehend von obiger Arbeitshypothese.

Die Untersuchung liefert Kenntnisse über den Beratungsprozess und über Möglichkeiten der besseren Unterstützung der Beratung.


Kontakt

Denise Hürlimann, , Tel. 079 321 9992