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TIF 8: Forschung an menschlichen Stammzellen

CHF 36.00

TIF 8: Forschung an menschlichen Stammzellen

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Eine Empfehlung einer britischen ExpertInnengruppe, die im so­ge­nannten «Donaldson Report» veröffentlicht wurde, sorgte letzten August europaweit für Aufsehen: Die Forschung an Embryonen bis zum Alter von 14 Tagen soll in Grossbritannien künftig erlaubt sein. Erlaubt sein soll auch das sogenannte «therapeutische Klonen.» Es wird an­ge­nommen, dass das britische Parlament dieser Empfehlung folgen und eine entsprechende Gesetzes­änderung einleiten wird. Diese Änderung soll dazu dienen, in Zukunft leichter Zu­gang zu so­ge­nannten Stamm­­zellen zu haben.

Damit wird in Europa ein einschneidender Um­bruch in Gang gesetzt. Die Technik des Klonens wurde bist jetzt von den meisten Regierungen und auch von weiten Teilen der Wissen­schaft abgelehnt, setzt sie doch einerseits den Ver­brauch von Embryonen voraus und weckt an­de­rer­seits Ängste, dass Klonen bald zur Manipulation bei der Erzeugung von Nach­wuchs ein­ge­setzt wird. Die Embryonen­for­schung ist die um­strit­tens­te Tech­nik in der Stamm­zellen­­forschung. Stamm­zellen­­forschung kann aber auch an Zellen aus Erwachsenen praktiziert werden.

Der gegen­wärtige Boom der Stamm­zellen­­forschung lässt sich nur dann verstehen, wenn mindestens zwei weitere Entwicklungen der Spitzen­­medizin vor Augen ge­halten werden: Einerseits die In-vitro-Fertilisation (s. Kurzlexikon 1), durch die sich im Laufe der Jahre ein Reservoir an sogenannt über­flüs­si­gen Ei­zellen angehäuft hat, und die jetzt als Rohstoff für die Züchtung und Erforschung der Stamm­zellen dienen, an­de­rer­seits die Trans­plan­ta­tions­medizin (s. Kurzlexikon 0), die grosse Fort­schritte gemacht hat und die ge­züchteten Zellen somit weiter­ver­werten kann. Die Stammzellen­forschung ist das Binde­glied zwischen der Ge­winnung und Ver­wertung menschlichen Zell­gewebes.

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