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Autonomie im Kontext
von chronischen Krankheiten und körperlichen Behinderungen


Forschungsgegenstand und Forschungsziel

Gegenstand der Untersuchung ist der Autonomiebegriff, der in der Ethik in Medizin und Pflege eine zentrale Stellung einnimmt. In diesem Forschungsprojekt wird Autonomie speziell aus der Perspektive von Menschen analysiert, die langfristig in ihrer Selbständigkeit in besonderem Mass und in besonderer Art eingeschränkt sind. Das Forschungsziel besteht darin, zu klären, was Autonomie in diesem Kontext heissen kann.


Methodik

a) Empirischer Teil: Analyse der "Lebenswirklichkeit" von Menschen mit einer chronischen Krankheit und Behinderung aus soziologischer und psychologischer Sicht
Durch ca. 6 Interviews mit in unterschiedlicher Art und Weise Betroffenen einerseits und durch Verarbeitung autobiographischer Beiträge sowie soziologischer und psychologischer Arbeiten soll eine solide empirische Basis gelegt werden. Dabei sollen Aspekte im Zentrum stehen, die im Zusammenhang mit der Autonomie der Betroffenen von Bedeutung sind.

b) Philosophische Auseinandersetzung mit dem Autonomiebegriff
Ausgehend von der Diskussion in der Philosophie wird geklärt, was der normative Autonomiebegriff allgemein meinen kann.

c) Kombination
Es wird damit gerechnet, dass eine Kombination von a) und b) zu Modifikationen, insbesondere Erweiterungen des Autonomiebegriffs führt, die teilweise auch ausserhalb des gewählten Kontextes von chronischen Krankheiten und körperlichen Behinderungen von Bedeutung sein könnten. Zudem wird die situierte Reflexion helfen, die Anwendbarkeit des Autonomiebegriffs im medizinischen und pflegerischen Alltag zu erhöhen.


Eventuelle Erweiterung

Da teilweise analoge empirische Informationen über Autonomiewahrnehmungen bei akuten Krankheiten vorliegen wird erwogen, eine Gegenüberstellung zum Autonomiebegriff in diesem Kontext zu versuchen.


Finanzierung und Trägerschaft

Dissertationsprojekt an der Universität Basel. Hauptsächlich Eigenfinanzierung der Dissertandin sowie 2006 Forschungsbeitrag aus Käthe-Zingg-Schwichtenberg-Fonds der Schweizerischen Akademie für Medizinische Wissenschaften (SAMW).

Kontakt

Tatjana Weidmann-Hügle,